SZ 11.08.2026
15:32 Uhr

Diplomatie: In Berlin gibt es weiterhin eine  US-Botschaft. Aber keinen Botschafter mehr


Seit zwei Jahren leitet ein Mann namens Alan Meltzer die Vertretung der Vereinigten Staaten.  Aber nur als „Geschäftsträger“. Das sagt viel über Donald Trumps Verhältnis zu Deutschland aus.

Diplomatie: In Berlin gibt es weiterhin eine  US-Botschaft. Aber keinen Botschafter mehr

Ein Blumenstrauß in der Hand, und um ihn herum Vertreter aus 24 anderen Ländern: So stand Alan Meltzer, 63, neulich auf dem Pariser Platz in Berlin, um der Opfer des Terroranschlags auf den Christopher Street Day zu gedenken. Es war eine Geste, die sonst Sache von Botschaftern ist. Nur ist Meltzer keiner. Seit zwei Jahren residiert er in der US-Botschaft neben dem Brandenburger Tor als „Chargé d’Affaires“, als Geschäftsträger also – ein diplomatischer Statthalter von protokollarisch niedrigerem Rang. Einen regulären Botschafter nach Berlin zu entsenden, das hat Donald Trump bislang nicht für nötig gehalten.

Klimaforscher warnen davor, dass wichtige Daten in den USA auf Anweisung aus dem Weißen Haus nicht mehr erhoben werden. Wie sie hierzulande versuchen, nun drohende Datenlücken auszugleichen – ein Gespräch.

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